E-Info: Zivilist im Krankenhaus ermordet| Vanuatu zu Westpapua | Schiff zerstört Korallenriff | Journalisten deportiert | Besuch UN-Sonderbeauftragte PDF Afdrukken E-mailadres
maandag 10 april 2017 08:17
Aktuelle Meldungen zu West Papua über Menschenrechte, Politik, Umwelt und Gesellschaft.

UN-Sonderbeauftragter besucht Westpapua | Journalisten aus Westpapua deportiert | Vanuatu besorgt über Westpapua bei UN | Zivilist im Krankenhaus ermordet | Kreuzfahrtschiff zerstört Korallenriff

West Papua Netzwerk
Liebe Freundinnen und Freunde des West Papua Netzwerks,
sehr geehrte Damen und Herren,

Immer mehr Staaten und Mandatsträger der UN thematisieren die Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierung der indigenen Bevölkerung in Westpapua. Ein junger Mann wurde in einem Krankenhaus von Polizisten brutal gefoltert und getötet. Wieder wurden ausländische Journalisten während ihrer Dreharbeiten in Westpapua festgenommen und deportiert. Auch wurde ein wertvolles und einzigartiges Korallenriff bei Raja Ampat durch unachtsames Verhalten der Schiffsbesatzung eines Kreuzfahrtschiffs zerstört.

In dieser E-Info finden Sie:

  • UN-Sonderbeauftragter besucht Westpapua
  • Französische Journalisten aus Westpapua deportiert
  • Kreuzfahrtschiff zerstört Korallenriff vor Raja Ampat
  • Statement vor dem UN-Menschenrechtsrat - Vanuatu besorgt über Situation in Westpapua
  • Edison Hesegem stirbt im Krankenhaus von Jayawijaya nach Folter durch Polizeibeamte
  • Veranstaltungshinweis: 5. Asientag in Köln
Mit herzlichen Grüßen aus der Koordinationsstelle,

Thea Hummel und Norman Voß

UN-Sonderbeauftragter besucht Westpapua

altDer UN Sonderbeauftragte für das Recht auf Gesundheit, der vom 22. März bis zum 3. April 2017 Indonesien besuchte, rief die Regierung dazu auf, die Budgetvergabe für Gesundheit im nationalen Haushaltsplan zu erhöhen. „Aber,“ sagte Dainius Pūras, „mehr Investition in das Gesundheitswesen ist nur sinnvoll, wenn das System an sich effizient, transparent, verantwortlich und reaktionsstark in Hinblick auf die Bedürfnisse der Nutzer ist.“ Der Gesundheitsexperte äußerte sich auch besorgt über die Gesundheitsversorgung in Westpapua.

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Französische Journalisten aus Westpapua deportiert

Indonesien hat zwei französische Journalisten aus Westpapua deportiert. Jean Frank Pierre und Basille Marie Longchamp wurden bei Dreharbeiten für einen Dokumentarfilm über die Natur und Kultur der Provinz Papua festgenommen und mussten am 17. März über den Flughafen Timika das Land verlassen.

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Kreuzfahrtschiff zerstört Korallenriff vor Raja Ampat

altAm 4. März rammte das 90-Meter lange Kreuzfahrtschiff „Caledonian Sky“ in der Dampir Straße vor Raja Ampat ein Korallenriff und beschädigte eine Fläche von über 13.000 Quadratkilometern. Berichten zufolge verließ sich die Schiffsbesatzung nur auf GPS Angaben, ohne die Tide in Betracht zu ziehen.

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Statement vor dem UN-Menschenrechtsrat - Vanuatu besorgt über Situation in Westpapua

altDer pazifische Staat Vanuatu hat wieder einmal vor der internationalen Gemeinschaft seine Besorgnis über die Menschenrechtssituation in Westpapua zum Ausdruck gebracht. Der Justizminister Vanuatus, Ronald K. Warsal, verlas während der 34. Sitzung des Menschenrechtsrat der UN in Genf am 1. März 2017 stellvertretend für sechs weitere Staaten, nämlich Tonga, Nauru, Palau, Tuvalu und die Marschallinseln eine Erklärung zu diesem Thema.


Edison Hesegem stirbt im Krankenhaus von Jayawijaya nach Folter durch Polizeibeamte

altMenschenrechtsverteidiger aus Westpapua haben erneut von einem Folterfall in der Hochlandstadt Wamena berichtet. Nach Angaben von Medien und lokalen Menschenrechtsverteidigern sollen sechs Polizeibeamte Edison Hesegem in einem Polizeiposten und der Notaufnahme des Krankenhauses schwer gefoltert haben. Edison Hesegem erlag noch am 13. Januar 2017 seinen Verletzungen.

Veranstaltungshinweis: 5. Asientag in Köln

altAm 29. April 2017 findet der inzwischen 5. Asientag in Köln in der Alten Feuerwache statt. Organisiert wird der Tag von der Stiftung Asienhaus und dem philippinenbüro e.V. Das diesjährige Programm umfasst wieder spannende Workshops mit Vorträgen, Filmvorführungen und Ausstellung zu Entwicklungen in verschiedenen Ländern u.a. mit einigen Gästen aus Asien.

Asiens Zivilgesellschaft stellt sich neuen Herausforderungen. Handlungsspielräume sind hart umkämpft. Das Recht auf Meinungsfreiheit, auf Nahrung oder sogar auf das Recht auf Leben ist für viele Menschen in Asien nicht selbstverständlich.