E-Info: Neuer Menschenrechtsbericht | Westpapua Petition an UN überreicht | Gesundheitskrise im Hochland | 100 unrechtmäßige Verhaftungen PDF Afdrukken E-mailadres
vrijdag 20 oktober 2017 11:28
Aktuelle Meldungen zu West Papua über Menschenrechte, Politik, Umwelt und Gesellschaft.

Neuer Menschenrechtsbericht erschienen | Westpapua-Petition an UN überreicht | Regierungsversagen führt zu Gesundheitskrise | 100 unrechtmäßige Verhaftungen bei Demo | Neues Südwind-Dossier zu Westpapua

West Papua Netzwerk
Liebe Freundinnen und Freunde des Westpapua-Netzwerks,
sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben gemeinsam mit der International Coalition for Papua (ICP) einen englischsprachigen Bericht zur Menschenrechtslage in Westpapua herausgebracht, der nun als Download zur Verfügung steht. Die "Free West Papua Campaign" hat 1,8 Millionen Unterschriften gesammelt und diese der UN übergeben. Sie sollen sich dafür einsetzen, dass ein Referendum in Westpapua durchgeführt wird. Die indonesische Regierung spielt die Bedeutung der Petition herunter. Die örtlichen Behörden sind nicht in der Lage, einfachste Gesundheitsstandards in abgelegenen Gebieten Westpapuas zu erfüllen. Dadurch ist es in diesem Jahr zu einer hohen Zahl an Toten durch Infektionskrankheiten gekommen. Gleichzeitig werden bei friedlichen Demonstrationen das Recht auf Meinungsäußerung und das Versammlungsrecht immer wieder von den Sicherheitskräften eingeschränkt.

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In dieser E-Info finden Sie:

  • Gemeinsamer Menschenrechtsbericht von ICP und WPN erschienen
  • Westpapua Petition an die Vereinten Nationen übergeben
  • Versäumnisse der Regierung führen zu Gesundheitskrise
  • 100 Demonstranten unrechtmäßig verhaftet
  • Neues 'Südwind' Dossier liefert aktuelle Fakten zur Menschenrechtssituation und Geschichte Westpapuas

Mit herzlichen Grüßen aus der Koordinationsstelle,

Thea Hummel und Norman Voß

Gemeinsamer Menschenrechtsbericht von ICP und WPN erschienen

altMehr als 40 Organisationen in Westpapua, Jakarta und dem Rest der Welt haben mit ihren Analysen der Menschenrechts- und Konfliktsituation in Westpapua zum gemeinsamen Bericht der International Coalition for Papua (ICP) und des WPN beigetragen. Der 218-seitige Bericht zeigt auf wie mehrere Menschenrechtsstandards während der letzten zwei Jahre gesunken sind und kann hier heruntergeladen werden.

Die Jahre 2015 und 2016 waren charakterisiert durch eine erhebliche Verschlechterung der Menschenrechtssituation in Westpapua im Vergleich zu den Jahren davor.

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Westpapua Petition an die Vereinten Nationen übergeben

altDie Organisation "Free West Papua-Campaign" hat den Vereinten Nationen (UN) eine historische Petition vorgelegt, welche die UN dazu anhält, gegen Menschenrechtsverletzungen in Westpapua aktiv zu werden und das Recht indigener Papuas auf Selbstbestimmung wahrzunehmen. Die weltweite Petition wurde im Januar 2017 im britischen Parlament unter der Leitung des Papua-Unabhängigkeitsführers Benny Wenda ins Leben gerufen. Am 28. August 2017 hatte "Free West Papua-Campaign" eine Schwimm-Aktion organisiert, bei der das historische Dokument von sechs Schwimmerinnen und Schwimmern über den Genfer See gebracht wurde. Drei Tage später geleiteten die Schwimmer die Petition zusammen mit Benny Wenda und einer Gruppe von Papua Aktivisten in einem symbolischen Akt zum Büro der Vereinten Nationen in Genf.

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Versäumnisse der Regierung führen zu Gesundheitskrise

altMenschenrechtsverteidiger haben von einer Gesundheitskrise berichtet, von der sieben Dörfer in den Landkreisen Tigi und Deiyai sowie weitere Dörfer im Kamuu- und Mapia-Tal betroffen waren. Die Berichte zeigen auch, dass die örtliche Regierung nicht in der Lage ist, eine medizinische Grundversorgung und einfache, präventive Schutzmaßnahmen wie Impfungen, sanitäre Einrichtungen und Hygienemaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Mindestens 93 Dorfbewohner in diesem Gebiet sind in diesem Jahr bereits an den Folgen mehrerer Infektionskrankheiten gestorben – die meisten von ihnen Kinder unter zehn Jahren.

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100 Demonstranten unrechtmäßig verhaftet

altLaut Berichten der Nachrichtenplattform 'Tabloid Jubi' wurden am 15. August 2017 in mehreren Städten auf Java 100 friedliche Demonstranten verhaftet. In Jakarta, Yogyakarta und Semarang fanden Kundgebungen statt, bei denen des 'New Yorker Abkommens' gedacht wurde. Die Proteste wurden von der indonesische Solidaritätsgruppe ‚FRI West Papua‘ in Zusammenarbeit mit der Studentenvereinigung ‚Papuan Student Alliance‘ (AMP) organisiert. In allen Orten, in denen die Demonstrationen stattfanden, organisierten mehrere religiöse und nationalistische Gruppierungen Gegendemos.

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Neues 'Südwind' Dossier liefert aktuelle Fakten zur Menschenrechtssituation und Geschichte Westpapuas

altDas deutsche Magazin 'Südwind', welches sich mit Themen rund um internationale Politik, Kultur und Entwicklung rund um den Globus auseinandersetzt, veröffentlichte kürzlich ein Dossier über Westpapua. Das Dossier liefert aktuelle Fakten und Einblicke in die Geschichte Westpapuas und die Auswirkungen einer ungerechten Volksabstimmung, die 1969 die Eingliederung Westpapuas in den indonesischen Nationalstaat zur Folge hatte. Bis heute setzt sich eine stetig wachsende Unabhängigkeitsbewegung für die Freiheit Westpapuas ein. Mit der Gründung der 'Vereinten Befreiungsbewegung für Westpapua' (ULMWP) im Jahr 2014 gelang es der Unabhängigkeitsbewegung auf diplomatischem Weg zunehmend Druck auf die indonesische Regierung auszuüben.

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