Aktuelle Meldungen zu West Papua über Menschenrechte, Politik, Umwelt und Gesellschaft.

Februar 2026: Nachrichten aus und über Westpapua

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Westpapua ist kein leeres Land – Wie „grüne“ Energie zur ökologischen und sozialen Krise wird

Westpapua gehört zu den letzten großflächig intakten Naturregionen Südostasiens. Tieflandregenwälder, Savannen und Feuchtgebiete bilden nicht nur einen global bedeutsamen Klimapuffer, sondern sind seit Generationen Lebensgrundlage indigener Gemeinschaften. Genau diese Landschaften geraten nun massiv unter Druck – im Namen nationaler Entwicklungs- und Energiepolitik.

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Indonesiens Vorsitz im UN-Menschenrechtsrat: Anspruch, Kritik und menschenrechtliche Realität

Indonesien übernimmt für ein Jahr den Vorsitz des UN-Menschenrechtsrats. Die Wahl erfolgte im Rahmen des regionalen Rotationsverfahrens der Asien-Pazifik-Gruppe; Indonesien war der einzige Kandidat. Der Exekutivdirektor von Amnesty International Indonesia, Usman Hamid, widerspricht ausdrücklich der Darstellung, Indonesien habe sich die Position aufgrund eigener menschenrechtlicher Leistungen „erfolgreich gesichert“. Er bezeichnet diese Darstellung als faktisch falsch und betont, dass weder Fortschritte im In- noch im Ausland ausschlaggebend gewesen seien, sondern allein das Rotationsprinzip.

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Kirchen als starke Stimme für Menschenrechte und Umweltschutz in Westpapua

Die aktuellen Entwicklungen in Westpapua zeigen eine deutliche Zuspitzung von Konflikten um Umweltzerstörung, Landrechten und Militarisierung. Regierungsvorhaben zur Ausweitung von Palmölplantagen sowie sogenannte nationale strategische Projekte stoßen auf massiven Widerstand von Kirchen, indigenen Gemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die katholische und evangelische Kirche in Westpapua erheben ihre Stimme und stellen sich schützend vor die indigene Bevölkerung.

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Militärpräsenz in Westpapua: Menschenrechtsorganisationen und indigene Gemeinschaften schlagen Alarm

Anfang Januar 2026 wurde bekannt, dass das indonesische Militär (TNI) in drei Bezirken der Provinz Papua neue Bataillone stationiert hat. Nach Angaben der Papua Legal Aid Foundation (LBH Papua) wurden sogenannte Territorial Development Battalions (TP) in den Bezirken Biak Numfor Regency, Supiori Regency und Waropen Regency gebildet. LBH Papua warnt, dass die zusätzliche Militärpräsenz das Risiko weiterer Menschenrechtsverletzungen erheblich erhöhe. In Westpapua stieg die Intensität von Gewalt durch Sicherheitskräfte in der Vergangenheit proportional mit sicherheits- und militärpolitischen Maßnahmen. Eine Ausweitung militärischer Strukturen könne daher bestehende Konflikte verschärfen und zu weiteren Menschenrechtsverletzungen führen.

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NGO dokumentiert systematische Ressourcenausbeutung in Westpapua

Die People’s Earth Heritage Foundation (Pusaka) warnt vor der fortlaufenden Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in Westpapua. Ihr Bericht „As Usual, We’re Not Considered to Exist: A Year Full of Plundering Papua’s Natural Resources“ zeigt, dass die Region wiederholt für nationale Interessen „geopfert“ wird.

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